soul.jazz.lab.

explorin‘ the groove

Soul Jazz ist das rothaarige Stiefkind des Modern Jazz. Er ist die Musik der Orgel Combos. Er ist funky, laut, manchmal sentimental, die vergessene Popmusik der 50er bis 70er Jahre. Von den Kritikern meist ignoriert feierte er ab den 80ern ein grandioses Comeback. Musiker von 2Pac bis zu den Beastie Boys bedienten sich an den „Rare Grooves“ eines Idris Muhammad und schlossen damit wieder den Kreis zur Popmusik. Auch die Hammondorgel erlebte eine Renaissance, die bis heute anhält.

soul.jazz.lab.

soul.jazz.lab sind Max Blumentrath (Hammond) und Holger Weber (Gitarre). Gemeinsam präsentieren sie eine Konzertreihe, die sich der ganzen Bandbreite des Souljazz widmet. Mit Gästen wie Wim Wollner am Saxophon (Jasper Van Hof, Regatta de Blanc, Mike Ledonne), Jens Pollheide (Embryo, Transorient Orch., Soul Brotherhood), Patrick Anderson (vibe out!)

these are soulful days

Die ersten Helden des Soul Jazz waren die Saxophonisten. Ihre Soli machten Arnett Cobb und Illinois Jaquet zu Popstars. Für die Auftritte von Gene Ammons nahm man sich Urlaub. Später spielte Roland Kirk Flöte bei Brother Jack McDuff und Herbie Mann veröffentlichte seine „soulful flutes“. Selbst die Drums wurden „soulful“, dem Ausnahmedrummer Joe Dukes widmete Mcduff eine ganze Platte.

feat.

Wim Wollner(saxophone)

Jens Pollheide(flutes)

Jonas Wilms (drums)

OGD (aka road song)

Organ, Guitar, Drums. Die klassische Besetzung der soul-jazz combos der 50er und 60er Jahre. Die Orgel im Anhänger und das Drumset auf der Rückbank rissen die Bands jedes Jahr viele tausend Meilen ab, um den chittlin circuit zu bespielen. Manche wurden Superstars, verkauften wie Jimmy Smith später regelmäßig über 100.000 Exemplare ihrer neuesten Platte, andere zahlten einen hohen Tribut. Der Gitarrist Grant Green starb am Steuer seines Wagens, krank und übermüdet, die Hammondorgel im Schlepptau.

feat.

Max Blumentrath (hammond)

Holger Weber (guitar)

Alex Lex (drums)

good vibes

Am Anfang stand Lionel Hampton. Mit seinen explosiven Bigbands und Combos nahm er schon kurz nach dem 2. Weltkrieg viele Elemente des Rhythm and Blues vorweg.

Milt Jackson trug den Soul dann bis in das Modern Jazz Quartet, die Vibraphonisten Lem Winchester und Bobby Hutcherson machten Platten mit Orgelbands von Johnny Hammond Smith und Larry Young.

feat. Patrick Anderson(vibes)

Sven Lehmkämper (drums)

funky 70’s

„everything I play is funky!“ rief Lou Donaldson 1969 auf seiner gleichnamigen Platte (und erneut 1991 gesampled bei den hip-hoppern von US3) aus. Die Saat des Soul Jazz hatte funk und motown zum Erblühen gebracht. Statt hammond spielt man fender rhodes oder wurlitzer. Heisst es 10 Jahre früher noch „back to the chicken shack“, will man nun wissen: „what’s going on“

feat.Max Blumentrath (e-piano)

Carsten Hoelscher (e-bass)

tba (drums)